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ResteSuppe

Resteverwertung – Gemüsesuppe aus Blattresten

In der Küche versuche ich besonders stark, Müll zu vermeiden. Es wird viel zu viel Essbares weggeworfen und bei vielem ist einem nichtmal bewusst, dass der “Müll” noch Verwendung finden kann.

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Brotchips

Resteverwertung – Altbrot wird zu leckeren Brotchips

Generell versuche ich immer, keine Rest zu erzeugen und durch gute Planung zu reduzieren. Leider fallen dann aber doch ab und zu Reste an, die ich kreativ zu verwerten versuche. Wenn Brot schon etwas älter ist und langsam hart und trocken wird, schneide ich dieses immer klein und trockne die Stücke an der Luft. Wenn ich dann an Semmelbrösel brauche oder in einem Brotrezept nach Altbrot verlangt wird, kann ich dieses dann verwenden. Ist das Brot jedoch noch nicht so alt bzw. quillt der Trockenbrotvorrat langsam über, dann gibt es Brotchips bei mir.

Brotchips sind einfach dünne Brotscheiben, die im Ofen geröstet werden und mit diversen Belägen verfeinert sind. Sie sind super als Fingerfoot, Beilage zu Suppen oder zum Grillen. Je nach Geschmack kann das “Topping” variiert werden und das alte Brot hat so eine super Verwendung gefunden.

Brotchips

Zutaten:

Brot, ein paar Tage alt
Olivenöl
Knoblauch (ca. 1 Zehe pro 8 Scheiben Brot)
Kräutersalz
(Tomaten)
(Mozzarella)
(frische Kräuter)

So gehts:

Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot in dünne Scheiben schneiden und auf einem mit Backpapier belegten Blech oder Gitter nebeneinander legen. Das Olivenöl mit einem Backpinsel auf den Broten verteilen, sodass die Oberfläche vollständig bedeckt ist. Nun für ca. 10 Minuten im Ofen rösten. Währenddessen den Knoblauch schälen und das Ende abschneiden. Wenn das Brot fertig ist, einfach mit den Knoblauchzehe über das geröstete Brot schaben. Wer will kann diese dann noch mit Kräutersalz oder anderen Gewürzen verfeinern. Falls bei dir gerade Tomatenzeit ist empfehle ich unbedingt, nach dem Knoblauch mit einer halben Tomate über das Brot zu streichen, so entsteht ein leckeres Knoblauch-Tomatenbrot. Wer noch ein bisschen Käse zusätzlich will, kann das Röstbrot nochmal für 5 Minuten in den Ofen schieben, belegt mit einer Scheibe Mozzarella. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, Hauptsache die Resteverwertung war erfolgreich und lecker!

Viel Spaß beim Nachmachen,
eure Lena

Brotchips
Brotbackbuch1

Meine Brot-Backbücher

Ich backe noch nicht sehr lange Brot, da ich bis jetzt eher auf Kuchen und Torten fokussiert war. Dennoch reizte mich die Welt der Brote und ich legte mir verschiedene Brotbackbücher zu. Welche das waren und wie ich sie finde, werde ich im Folgenden beschreiben. Es sind meine persönlichen Einschätzungen und Meinungen und soll als kleine Orientierung dienen, falls du auch auf der Suche nach Brotbackbüchern bist. Viel Spaß beim Lesen!

Der Einstieg in die Welt der Brote fand ich durch das Brotbackbuch Nr. 1″ von Lutz Geißler. Ich habe es im Buchladen gesehen, durchgeblättert und war angefixt. In diesem Buch gibt es einen langen Theorie-Teil, den ich verschlungen und mir so das Grundlagenwissen zum Thema Brot angelesen habe. Es ist gut verständlich formuliert und gegliedert. Angefangen von den verwendeten Zutaten, über die Sauerteigherstellung, den Knetprozess und das Falten bis zu Backfehlern, wird der Reihe nach jedes Thema der Brotherstellung gründlich behandelt.
Nebenbei versuchte ich mich an den ersten Rezepten. Der Rezeptteil ist in drei Kapitel geteilt, je nach Grad der bisherigen Backerfahrung kann so zunächst bei den leichten Rezepten angefangen werden. Im mittleren Schwierigkeitsgrad wird dann mit Sauerteigen gebacken und im letzten, fortgeschrittenen Kapitel, werden kompliziertere und anspruchsvolle Rezepte vorgestellt. Falls Unklarheiten im Laufe des Backens entstehen, können diese mit Hilfe des Theorieteils meistens geklärt werden.
Ich kann dieses Buch jeden nur ans Herz legen, der Lust auf Brotbacken verspürt. Besser hätte ich mir den Einstieg ins Brotbacken nicht vorstellen können!

Brotbackbuch2

Nachdem ich schwer begeistert vom “Brotbackbuch Nr.1” war, bekam ich das “Brotbackbuch Nr.2” zu Weihnachten geschenkt. Der etwas andere Aufbau irritierte mich zwar anfangs, aber ich fand mich zurecht und schon bald waren erste Ergebnisse auf dem Tisch. Gegliedert ist das Buch nach verschiedenen Getreidesorten, die den Hauptanteil im Rezept bilden. Außerdem werden zu jedem Rezept verschiedene Varianten der Herstellung vorgestellt (u.a. Übernachtgare, Sauerteig und Klassisch). An sich ist dieser Aufbau gut und gibt viel Spielraum für Neues zum Ausprobieren. Leider hatte ich noch keine überzeugende Ergebnisse und werde wohl noch öfters aus dem Buch backen müssen, um mich vom Gegenteil zu überzeugen. Höchst wahrscheinlich liegt es an mir, aber die Backergebnisse aus dem Brotbackbuch Nr.1 waren stets besser als von diesem Buch.

Brotbackeninperfektion

Mit einem dritten Backbuch, “Brot backen in Perfektion”, ebenfalls von Lutz Geißler, tue ich mich auch schwer. Es ist simpel und schön aufgebaut und soll den Besitzer mit möglichst einfachen Rezepten zu guten Brotresultaten bringen. Die einzelnen Rezepte beziehen sich immer auf verschiedene Verarbeitungsprozesse, die u.u. bei einem anderen Rezept vorgestellt wurden. Man muss teilweise also in anderen Rezepten die Zubereitung nachlesen. An sich nicht schlimm und nach häufigem Backen weiß man die Schritte dann auswendig. Die Rezepte und Herstellungsschritte werden oft mit schönen Bildern verdeutlicht. Schön finde ich die Breite der Rezeptarten. Es können nicht nur klassische Brote und Brötchen gebacken werden, denn von Zimtschnecken bis Handbrot ist sehr viel leckeres dabei, herzhaft und süß. Bis jetzt konnten mich meine Ergebnisse mit diesen Rezepten leider nicht überzeugen und ich backe nach wie vor lieber mit dem Brotbackbuch Nr.1.

Brot

Nun zu einem Buch, von dem ist sehr begeistert bin. Ich habe es mir von meinem Geburtstagsgeld gekauft, weil ich es schon lange im Blick hatte und der stolze Preis von 40€ einer Studentin nicht locker aus der Tasche gleitet, zumal ich ja schon viele Backbücher besitze. Also habe ich mir dieses Buch gegönnt und ich muss sagen: es ist super spitze und konnte mich komplett überzeugen. Es heißt “Brot” (Teubner-Verlag) und besteht aus Rezepten von der deutschen Bäckernationalmannschaft. Ein kleiner Theorieteil behandelt das Bäckereihandwerk und die Brotherstellung in ihren Grundlagen. Die Rezepte sind verständlich erklärt und werden, falls ausgefallenere Methoden verwendet werden, durch Schritt-für-Schritt Anleitungen verdeutlicht. Die Bäcker haben ihre Rezepte auf haushaltübliche Mengen skaliert, wobei drei Brote für manche Haushalte nicht mehr haushaltüblich sein dürften. Ich finde das super, da meine Maschine mit größeren Teigmengen besser klar kommt und ich sowieso immer versuche, mehrere Brote zu backen. So heizt der Backstein nur einmal auf, ich spare Energie und mache meinen Freunden eine Freude mit leckerem Brot (da ich nicht alle Brote selber essen kann, ich backe dann lieber wieder ein Frisches). Die Rezepte sind in verschiedene Kategorien gegliedert, so gibt es u.a. Rezepte aus der Alpenregion, Traditions- und Trendbrote. Nett finde ich auch das abschließende Kapitel zum Thema Resteverwertung von altem Brot. Neben dem Brotbackbuch Nr.1 ist das mein Lieblingsbuch zum Thema Brot, welches ich, trotz des stolzen Preises, sehr empfehlen kann.

Bücher finde ich immer noch unersetzlich in der Küche, da ich es viel besser finde in einem Buch zu blättern und daraus zu backen, als sich im Internet die Rezepte zusammen zu suchen. Außerdem versehe ich jedes Rezept, das ich nachgebacken habe, mit einem kleinen Klebezettel, auf dem ich Probleme, Konsistenzen, Geschmack und alles was mir wichtig zu diesem Rezept erscheint, notiere. So kann ich es beim nächsten Nachbacken verbessern und optimieren.

Falls du auch Erfahrungen mit diesen Büchern gemacht hast oder weitere tolle Brotbackbücher kennst, hinterlasse gerne einen Kommentar und teile dein Wissen. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Büchern und Inspirationen.

Ich wünsche dir frohes und erfolgreiches Backen!

Deine Lena

Füttern, wärmen, teilen – mein Sauerteig und ich

für Sonja

Möchte man Brot nicht nur mit Hefe backen, so stößt man unweigerlich auf Rezepte mit Sauerteig. Auch wenn es bereits fertigen aus der Tüte gibt, bin ich ein Fan von einem eigenen aus dem Glas. Vor ca. einem Jahr habe ich meinen eigenen Sauerteig herangezogen. Dies ist ein Tagelanger Prozess aus füttern, wärmen und rühren. Wie genau das Ansetzen einer neuen Kultur funktioniert, werde ich eventuell in einem anderen Beitrag beschreiben.

Im Folgenden soll nur kurz auf die Pflege eingegangen werden, indem man die Kulturen von einem fertigen Ansatz vermehrt und immer weiter verwenden kann.
Dabei ist mein Anstellgut, also der Anteil des Sauerteiges, welches man für den benötigten Sauerteig im Brot laut Rezept braucht, immer der eigene Sauerteig im Glas. Der “brotindividuellen” Sauerteig wird dann je nach Rezept mit verschiedenen Mehlen angesetzt. Das Anstellgut bleib somit immer gleich in seiner Zusammensetzung, in meinem Fall aus Roggenmehl der Type 1150 und kann durch die richtige Pflege immer weiter vermehrt werden.

Als Aufbewahrungsgefäß verwende ich Schraubgläser, in denen mal Joghurt drin war. Das klappt für mich ganz gut und kann ich weiterempfehlen. Nun also die Schritte für einen neuen Sauerteig, der dann im Rezept als Anstellgut verwendet werden kann:

  1. 50 g lauwarmes Wasser, 50 g Roggenmehl Type 1150 und 10 g Anstellgut im Glas mit einem Löffel mischen.
  2. Schraubdeckel drauf
  3. ca. 12h bei 20-24 °C lagern (im Winter ich stelle das Glas einfach in die Nähe einer Heizung)
  4. Benötigtes Anstellgut abnehmen und den Rest im Kühlschrank max. 2 Wochen aufbewahren.
  5. Nach 2 Wochen, bzw. 12h vor dem Ansetzen eines Sauerteiges für ein Brot, wieder bei Punkt 1 beginnen

Ich mache meistens immer dann ein neues Anstellgut wenn ich ein Brot backen möchte. Dabei muss man immer noch 12 zusätzliche Stunden einplanen, da es am Besten ist, wenn man für das Brot nur frisches Anstellgut verwendet. Außerdem bewahre ich immer noch die alte Generation im Kühlschrank auf, falls doch man was schief geht und der neue Sauerteig schlecht wird. So habe ich sozusagen immer ein Backup und muss nicht wieder von vorne anfangen und einen neue züchten.

Ich hoffe die kleine Beschreibung zur Pflege eines Sauerteiges ist verständlich und hilft die weiter. Falls du Fragen oder Zweifel hast schreibe mir auch gerne persönlich oder hinterlasse einen Kommentar. Sauerteig ist kein Hexenwerk und verzeiht auch viel. Dennoch möchte er nicht verhungern und braucht ab und an ein bisschen Aufmerksamkeit. Ich wünsche dir Viel Erfolg beim Brotbacken mit Sauerteig!

Deine Lena