Füttern, wärmen, teilen – mein Sauerteig und ich

für Sonja

Möchte man Brot nicht nur mit Hefe backen, so stößt man unweigerlich auf Rezepte mit Sauerteig. Auch wenn es bereits fertigen aus der Tüte gibt, bin ich ein Fan von einem eigenen aus dem Glas. Vor ca. einem Jahr habe ich meinen eigenen Sauerteig herangezogen. Dies ist ein Tagelanger Prozess aus füttern, wärmen und rühren. Wie genau das Ansetzen einer neuen Kultur funktioniert, werde ich eventuell in einem anderen Beitrag beschreiben.

Im Folgenden soll nur kurz auf die Pflege eingegangen werden, indem man die Kulturen von einem fertigen Ansatz vermehrt und immer weiter verwenden kann.
Dabei ist mein Anstellgut, also der Anteil des Sauerteiges, welches man für den benötigten Sauerteig im Brot laut Rezept braucht, immer der eigene Sauerteig im Glas. Der “brotindividuellen” Sauerteig wird dann je nach Rezept mit verschiedenen Mehlen angesetzt. Das Anstellgut bleib somit immer gleich in seiner Zusammensetzung, in meinem Fall aus Roggenmehl der Type 1150 und kann durch die richtige Pflege immer weiter vermehrt werden.

Als Aufbewahrungsgefäß verwende ich Schraubgläser, in denen mal Joghurt drin war. Das klappt für mich ganz gut und kann ich weiterempfehlen. Nun also die Schritte für einen neuen Sauerteig, der dann im Rezept als Anstellgut verwendet werden kann:

  1. 50 g lauwarmes Wasser, 50 g Roggenmehl Type 1150 und 10 g Anstellgut im Glas mit einem Löffel mischen.
  2. Schraubdeckel drauf
  3. ca. 12h bei 20-24 °C lagern (im Winter ich stelle das Glas einfach in die Nähe einer Heizung)
  4. Benötigtes Anstellgut abnehmen und den Rest im Kühlschrank max. 2 Wochen aufbewahren.
  5. Nach 2 Wochen, bzw. 12h vor dem Ansetzen eines Sauerteiges für ein Brot, wieder bei Punkt 1 beginnen

Ich mache meistens immer dann ein neues Anstellgut wenn ich ein Brot backen möchte. Dabei muss man immer noch 12 zusätzliche Stunden einplanen, da es am Besten ist, wenn man für das Brot nur frisches Anstellgut verwendet. Außerdem bewahre ich immer noch die alte Generation im Kühlschrank auf, falls doch man was schief geht und der neue Sauerteig schlecht wird. So habe ich sozusagen immer ein Backup und muss nicht wieder von vorne anfangen und einen neue züchten.

Ich hoffe die kleine Beschreibung zur Pflege eines Sauerteiges ist verständlich und hilft die weiter. Falls du Fragen oder Zweifel hast schreibe mir auch gerne persönlich oder hinterlasse einen Kommentar. Sauerteig ist kein Hexenwerk und verzeiht auch viel. Dennoch möchte er nicht verhungern und braucht ab und an ein bisschen Aufmerksamkeit. Ich wünsche dir Viel Erfolg beim Brotbacken mit Sauerteig!

Deine Lena

2 Gedanken zu „Füttern, wärmen, teilen – mein Sauerteig und ich

  1. Sonja Stark

    Liebe Lena,
    vielen,vielen Dank für deine super Anleitung.Ich werde es gleich ausprobieren.
    Liebe Grüße Sonja

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Liebe Sonja, ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Sauerteig und dass du ganz viel tolle Brote damit backen wirst!
      Viele Grüße, Lena

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.