Brotbackbuch1

Meine Brot-Backbücher

Ich backe noch nicht sehr lange Brot, da ich bis jetzt eher auf Kuchen und Torten fokussiert war. Dennoch reizte mich die Welt der Brote und ich legte mir verschiedene Brotbackbücher zu. Welche das waren und wie ich sie finde, werde ich im Folgenden beschreiben. Es sind meine persönlichen Einschätzungen und Meinungen und soll als kleine Orientierung dienen, falls du auch auf der Suche nach Brotbackbüchern bist. Viel Spaß beim Lesen!

Der Einstieg in die Welt der Brote fand ich durch das Brotbackbuch Nr. 1″ von Lutz Geißler. Ich habe es im Buchladen gesehen, durchgeblättert und war angefixt. In diesem Buch gibt es einen langen Theorie-Teil, den ich verschlungen und mir so das Grundlagenwissen zum Thema Brot angelesen habe. Es ist gut verständlich formuliert und gegliedert. Angefangen von den verwendeten Zutaten, über die Sauerteigherstellung, den Knetprozess und das Falten bis zu Backfehlern, wird der Reihe nach jedes Thema der Brotherstellung gründlich behandelt.
Nebenbei versuchte ich mich an den ersten Rezepten. Der Rezeptteil ist in drei Kapitel geteilt, je nach Grad der bisherigen Backerfahrung kann so zunächst bei den leichten Rezepten angefangen werden. Im mittleren Schwierigkeitsgrad wird dann mit Sauerteigen gebacken und im letzten, fortgeschrittenen Kapitel, werden kompliziertere und anspruchsvolle Rezepte vorgestellt. Falls Unklarheiten im Laufe des Backens entstehen, können diese mit Hilfe des Theorieteils meistens geklärt werden.
Ich kann dieses Buch jeden nur ans Herz legen, der Lust auf Brotbacken verspürt. Besser hätte ich mir den Einstieg ins Brotbacken nicht vorstellen können!

Brotbackbuch2

Nachdem ich schwer begeistert vom “Brotbackbuch Nr.1” war, bekam ich das “Brotbackbuch Nr.2” zu Weihnachten geschenkt. Der etwas andere Aufbau irritierte mich zwar anfangs, aber ich fand mich zurecht und schon bald waren erste Ergebnisse auf dem Tisch. Gegliedert ist das Buch nach verschiedenen Getreidesorten, die den Hauptanteil im Rezept bilden. Außerdem werden zu jedem Rezept verschiedene Varianten der Herstellung vorgestellt (u.a. Übernachtgare, Sauerteig und Klassisch). An sich ist dieser Aufbau gut und gibt viel Spielraum für Neues zum Ausprobieren. Leider hatte ich noch keine überzeugende Ergebnisse und werde wohl noch öfters aus dem Buch backen müssen, um mich vom Gegenteil zu überzeugen. Höchst wahrscheinlich liegt es an mir, aber die Backergebnisse aus dem Brotbackbuch Nr.1 waren stets besser als von diesem Buch.

Brotbackeninperfektion

Mit einem dritten Backbuch, “Brot backen in Perfektion”, ebenfalls von Lutz Geißler, tue ich mich auch schwer. Es ist simpel und schön aufgebaut und soll den Besitzer mit möglichst einfachen Rezepten zu guten Brotresultaten bringen. Die einzelnen Rezepte beziehen sich immer auf verschiedene Verarbeitungsprozesse, die u.u. bei einem anderen Rezept vorgestellt wurden. Man muss teilweise also in anderen Rezepten die Zubereitung nachlesen. An sich nicht schlimm und nach häufigem Backen weiß man die Schritte dann auswendig. Die Rezepte und Herstellungsschritte werden oft mit schönen Bildern verdeutlicht. Schön finde ich die Breite der Rezeptarten. Es können nicht nur klassische Brote und Brötchen gebacken werden, denn von Zimtschnecken bis Handbrot ist sehr viel leckeres dabei, herzhaft und süß. Bis jetzt konnten mich meine Ergebnisse mit diesen Rezepten leider nicht überzeugen und ich backe nach wie vor lieber mit dem Brotbackbuch Nr.1.

Brot

Nun zu einem Buch, von dem ist sehr begeistert bin. Ich habe es mir von meinem Geburtstagsgeld gekauft, weil ich es schon lange im Blick hatte und der stolze Preis von 40€ einer Studentin nicht locker aus der Tasche gleitet, zumal ich ja schon viele Backbücher besitze. Also habe ich mir dieses Buch gegönnt und ich muss sagen: es ist super spitze und konnte mich komplett überzeugen. Es heißt “Brot” (Teubner-Verlag) und besteht aus Rezepten von der deutschen Bäckernationalmannschaft. Ein kleiner Theorieteil behandelt das Bäckereihandwerk und die Brotherstellung in ihren Grundlagen. Die Rezepte sind verständlich erklärt und werden, falls ausgefallenere Methoden verwendet werden, durch Schritt-für-Schritt Anleitungen verdeutlicht. Die Bäcker haben ihre Rezepte auf haushaltübliche Mengen skaliert, wobei drei Brote für manche Haushalte nicht mehr haushaltüblich sein dürften. Ich finde das super, da meine Maschine mit größeren Teigmengen besser klar kommt und ich sowieso immer versuche, mehrere Brote zu backen. So heizt der Backstein nur einmal auf, ich spare Energie und mache meinen Freunden eine Freude mit leckerem Brot (da ich nicht alle Brote selber essen kann, ich backe dann lieber wieder ein Frisches). Die Rezepte sind in verschiedene Kategorien gegliedert, so gibt es u.a. Rezepte aus der Alpenregion, Traditions- und Trendbrote. Nett finde ich auch das abschließende Kapitel zum Thema Resteverwertung von altem Brot. Neben dem Brotbackbuch Nr.1 ist das mein Lieblingsbuch zum Thema Brot, welches ich, trotz des stolzen Preises, sehr empfehlen kann.

Bücher finde ich immer noch unersetzlich in der Küche, da ich es viel besser finde in einem Buch zu blättern und daraus zu backen, als sich im Internet die Rezepte zusammen zu suchen. Außerdem versehe ich jedes Rezept, das ich nachgebacken habe, mit einem kleinen Klebezettel, auf dem ich Probleme, Konsistenzen, Geschmack und alles was mir wichtig zu diesem Rezept erscheint, notiere. So kann ich es beim nächsten Nachbacken verbessern und optimieren.

Falls du auch Erfahrungen mit diesen Büchern gemacht hast oder weitere tolle Brotbackbücher kennst, hinterlasse gerne einen Kommentar und teile dein Wissen. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Büchern und Inspirationen.

Ich wünsche dir frohes und erfolgreiches Backen!

Deine Lena

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